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OV-Nachrichten : Relais DB0UC - Störer ausfindig gemacht
Geschrieben von DL9NBJ am 02.07.2018 17:20:00 (126 gelesen)
OV-Nachrichten


Seit mindesten einem Jahr traten zeitweise massive Störungen am Relais DBØUC in Form von starkem Brummen auf. Wir vermuteten bisher, dass die Ursache der Störung aus der näheren Umgebung des Relais kam.


Das Störsignal am Relais kam relativ schwach an und wurde meist von den über das Relais arbeitende Stationen weggedrückt. Das Problem war aber, das die Rauschsperre nicht abfiel und die Quasselsperre ansprach. Eine Suche ist meistens Ergebnislos verlaufen, da die Störung oftmals wieder weg war. Am vergangenen Sonntag (01.07.2018) konnte Thilo DL9NBJ vom Home QTH im Unterband einen in der Frequenz wandernden und stark verbrummten Träger mit 20 dB ü.S 9 in Richtung Relaisstelle peilen.


Screenshoot Störsignal im Unterband DB0UC


Heinz DC5WW, Thilo DL9NBJ und Robert DK2RO machten sich daher auf die Suche. Heute, so war unser Wille, wollten wir den Störer unbedingt finden. Nach einer Rundfahrt durch den südlichen und westlichen Landkreis kristallisierte sich immer mehr die Veste bzw. deren Umgebung als möglicher Standort heraus.


Thilo peilte an der Kehre Festungsstraße unterhalb der Festung und konnte grob die Richtung Festungshof ausmachen. DC5WW stand an Eingang zum ehemaligen Hotel Festungshof. Hier konnte erstmals ein lautes Signal in Richtung 40 Grad gepeilt werden. An dem Unterhalb vom Hotel verlaufenden Weg liegen etliche Gartenhäuser, also marschierten wir den Weg hinunter nach Cortendorf – das Signal wurde aber immer leiser, je weiter wir den Berg hinunterliefen. Also gingen wir wieder zurück und setzen die Suche mit dem Auto fort. Wir fuhren den gleichen Weg nun mit dem Auto hinunter Richtung Cortendorf. Am Fliegerehrenmal haben wir Robert mit dem Fahrrad getroffen. Er war gut ausgerüstet, Laptop mit SDR-Receiver und 2 m Peiler. Hier wurde eindeutig die Störung im Wohngebiet Cortendorf lokalisiert.


Karte mit Peilungen


Bei unseren Peilungen haben wir auch festgestellt, warum der Träger oftmals weg war bzw. er früher nicht gefunden wurde. Die Ursache ist eine starke Veränderung der QRG. Das Signal schwankte unregelmäßig zwischen 145,100 und 145,170 MHZ hin und her. Wir fuhren nun zusammen alle Haupt- und Nebenstraßen, langsam unter Beobachtung des S-Meters am IC-7100, ab. Das Peilen in den Straßen wollen wir vorerst vermeiden, um nicht schlafende Hunde zu wecken. Nach zweimaliger Durchfahrt, kristallisierte sich ein Gebäude in der Waldsachsener Straße heraus. Nochmal vor und zurück – ein Pegel von 30 dB über S 9 – hier musste es sein. Thilo nimmt den Fuchsjagdpeiler mit und verschwindet in einem Grundstück. Robert und ich warten im Auto und hören das laute brummen auf 145,168 und sind gespannt wie sich die Dinge weiter entwickeln. Manche Zeitgenossen reagieren bei solchen Aktionen ja teilweise unerwartet und unkontrolliert. Entwarnung - Thilo lässt sich kurz sehen – Daumen nach oben –Treffer.


In der Zwischenzeit während wir noch im Auto warten, kommt der Nachbar aus dem gegenüberliegenden Haus auf uns zu. Ohwe dachte ich! Guten Tag: „Ach sie sind der DC5WW“ war die Begrüßung. War ja leicht, hatte das Call am T-Shirt. „Sie suchen wohl die Störung“ war die zweite Frage. Ich bin nämlich KW-Hörer und die Störung nervt mich schon lange. So kamen wir miteinander ins Gespräch. Zwischenzeitlich meldete sich Thilo und sagte: „er werde jetzt im Haus die Sicherungsautomaten der Reihe nach ausschalten, wir sollten mal hören und den Brummton mit dem Smartphone übertragen, damit der Hausbesitzer es auch mitverfolgen kann“. Es dauert nicht lange, da war das Signal weg. Mehrmaliger Test, es war eindeutig – nur was war die Ursache? Der Hausbesitzer vermutete die Beleuchtungsdimmer aus den 70er Jahren, er hatte schon Angst am Abend im Dunkeln sitzen zu müssen. Aber wir beruhigten ihn, das alles nicht so eilig sei, wir waren ja froh die Störung überhaupt gefunden zu haben. Weiter Versuche die Störung im Haus einzugrenzen scheiterte daran, dass sie möglicherweise in den Zimmern der Söhne zu suchen war, diese aber nicht anwesend waren.


Der Hausbesitzer war übrigen sehr nett und sehr kooperativ. So beschlossen wir, die Aktion erst einmal zu beenden. Zur Entspannung ließen wir uns einen großen Eisbecher schmecken. Ich war gerade wieder zuhause angekommen, da läutet das Telefon.


Der Nachbar meldete sich und berichtete, dass er die Ursache im Haus ermittelt hatte. (Den hat das offenbar auch keine Ruhe gelassen). Als Ursache hatte der den alten Antennenverstärker der VHF/UHF Antennen ausgemacht. Das Kabel am Ausgang des Verstärkers war abgeklemmt und der Verstärker kam dadurch ins Schwingen und wurde somit zum Sender, wobei diese Energie über die noch vorhandenen Antennen kilometerweit abgestrahlt wurde. Gemein war noch, der Verstärker war nicht immer aktiv, denn er hing über Verlängerungskabel an einer schaltbaren Steckdosenleise.

Es war ein interessanter Einsatz und man sieht, wie man mit etwas Erfahrung aus der Peiltechnik (Fuchsjagden) zielgerichtet zum Erfolg kommt.

Danke an alle die mitgeholfen haben.


73 de Heinz, Thilo und Robert



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